7 Sachen die Sie über den ASCHERMITTWOCH eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Was soll denn die Asche?

Sollten Ihnen an diesem Mittwoch Menschen mit schwarzer Stirn begegnen: Die haben sich nicht schlecht gewaschen, die waren nur in der Kirche und tragen jetzt ein Kreuz aus Asche.

Warum macht man das?

Weil Aschermittwoch ist, an dem für gläubige Katholiken die 40-tägige Fastenzeit beginnt. Die Asche soll an die Vergänglichkeit der Existenz mahnen. Der Geistliche macht einem das Kreuz mit den Worten "Kehr um und glaub an das Evangelium“ auf die Stirn. Allein im Stephansdom gibt es ab 6.30 Uhr in der Früh fünf Asche-Messen (die letzte um 18 Uhr).

Und woher kommt die Asche?

Jedenfalls nicht aus dem Aschenbecher. Vielmehr werden dafür die Palmzweige vom letzten Jahr verbrannt, heißt es aus der Erzdiözese. Jede Pfarrei macht das übrigens selbst, eine Aschezentrale gibt es nicht.

40 Tage fasten - das macht doch keiner!

Die 40-tägige Fastenzeit (40 Tage, weil Jesus das in der Wüste auch getan haben soll) wird wohl von den meisten Christen eher locker genommen. Manche verzichten vielleicht auf Alkohol, andere aufs Auto.

Wie bitte? Es gibt tatsächlich Autofasten?

In der Tat. Von Aschermittwoch bis Ostern soll man damit sein eigenes Mobilitätsverhalten überprüfen, so die Diözese. Immerhin seien 2010 so 700 Tonnen CO2 eingespart worden.

Da könnte man ja gleich SMS-fasten!

Könnte man. Aber man könnte sich auch täglich ein "Papst-SMS“ schicken lassen. Die katholische Kirche bietet in der Fastenzeit wieder eine SMS-Aktion mit Papst-Zitaten an.

Und wenn man nur Heringsschmaus will?

Dann sollte man sich Heringsschmaus gönnen. Das Fischgericht am Aschermittwoch hat nur noch peripher mit dem Start der Fastenzeit zu tun.


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