Ski 

Rechnen und Rennfahren passen nicht zusammen

 Glosse

Stadtleben | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Seit Andreas Schifferer, der als Mathematikgenie des Skizirkus gehandelt wurde, nicht mehr dabei ist, wird im Weltcup nur noch höchst ungern gerechnet. "Ich denke nur von Rennen zu Rennen“, lautet die Standardantwort des Rennläufers für lästige Reporter, die nach dem Punktestand im Weltcup fragen. Benni Raich etwa behauptet zwischen zwei Slalomdurchgängen sogar allen Ernstes, er wisse gar nicht genau, wie viel Rückstand er habe. Das mag übertrieben sein, aber im Prinzip muss ein Skifahrer ohnedies immer Vollgas fahren, wenn er was reißen will. So gesehen können ihm Zwischenzeiten wirklich egal sein. In der Spätphase des Weltcups, wenn es um die Gesamtwertungen geht, fängt dann aber doch das Rechnen an: Jetzt kann es klug sein, nicht alles für einen Sieg zu riskieren. Das Problem ist nur: Auf der Piste ist jeder allein, auf einen bestimmten Platz zu fahren praktisch unmöglich. Also doch Vollgas? Im Zweifelsfall ja. It’s racing, stupid! F


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