Wien, wo es isst 

Stuwerviertel: Heile Welt im Schatten des Rotlichts?

 Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Stuwerviertel kommt. Die Anbindung ans Öffinetz ist zu gut, das Grätzel mit seinen Plätzen und Alleen zu hübsch, der Vorgartenmarkt noch um eine Spur zu lebendig, als dass dieses Grätzel nicht der neue Karmelitermarkt werden würde. Irgendwann. Klar, Rotlicht, ist hier aber quasi Tradition. Klar, Mädchenstrich, in dessen Zusammenhang das Viertel ja primär genannt wird, würde mit zunehmender Hipness von alleine verschwinden. Und: Es gibt hier noch Gasthäuser, und nicht zu knapp.

Das Gasthaus zum mährischen Spatzen zum Beispiel. Schön erhaltene Schank und ein Gastraum, der vielleicht etwas zu rustikal gestaltet ist, aber dafür authentische Küche mit dem Highlight "Bettlerschnitzel“ - paniert in Erdäpfelpufferteig. Oder gleich daneben das Café am Park, fugenloses Sixties-Design, von Schriftzug über Vitrine bis Kugellampe. Arg super, ein ungeborgener Schatz. Oder Möslinger: Auch ein tolles Wirtshaus, in den 80ern offenbar dramatisch auf Restaurant getrimmt, was nicht wirklich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige