Adieu Friaul, ciao Venedig

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Die Cantina e l’arte ist nicht mehr so, wie sie früher einmal war. Sie ist anders

Das ist jetzt nicht so ganz leicht. Deshalb nämlich, weil ich die Cantina e l’arte sehr, sehr schätzte. Und den kompromisslosen Irrwitz, mit dem sich Toni Mimra in die Tiefen der friulanischen Küche stürzte, um dieses ehemalige Kegelstüberl der Casinos Austria zwei Stockwerke unter der Erde mit friulanischen Antipasti zu beglücken, wie man sie im Friaul selbst auch nicht oft bekommt. Fricco, Frittata, marinierte Blumenzwieberln, Salate aus irgendwelchen Unkräutern, die sagenhafte Kalbsfuß-Sulz "Nerveti“, Lasagne mit Wildspargel oder Brennnesseln, die besten Kalbskutteln des Landes (definitiv) oder archaische Spezialitäten wie die "Marcundela“.

Weil sich Mimra Zutaten und Inspirationen stets selbst aus dem Friaul besorgte und eine recht bestimmte Vorstellung hatte, wie so ein Lokal zu laufen habe, gab’s 2010 mit dem übergeordneten Betreiber, einer Betriebsküchengesellschaft, Wickel und man


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