"Vielleicht fällt ein Schühchen ab?“

Interview: Tiz Schaffer Thomas Wolkinger | Steiermark | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Daniel Spoerri gastiert im Grazer Stadtmuseum. Ein Gespräch über die ersten und die letzten Dinge

Daniel Spoerri ist schon sehr lange im Kunstgeschäft. Vor fünfzig Jahren hat er mit einem "Fallenbild“ erstmals den Zufall eingefangen, vor vierzig Jahren zum ersten Konzeptbankett eingeladen. Seine Idee eines Musée Sentimental, das zur Ausstellung "Grazgeflüster“ im Stadtmuseum anregte, hat schon 35 Jahre am Buckel. Aber nach wie vor ist er mit seiner Kunst - auch mit jüngeren Arbeiten wie den "Prillwitzer Idolen“ - äußerst erfolgreich. Im Vorjahr reihte ihn der Kunstkompass gar unter die "Aufsteiger“ des Jahres. Das habe wohl mit der Konjunktur des Themas Essen zu tun, meint Spoerri, der einst die Eat-Art erfunden hat und auf Graz-Besuch war, um ein paar Stichworte, einige "sprechende“ Objekte zur Ausstellung "Grazgeflüster“ beizusteuern.

Falter: Herr Spoerri, was hat Ihnen die Stadt Graz denn so zugeflüstert?

Daniel Spoerri: Es ist ja nicht die erste Ausstellung dieser

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