Kunst

Von der Werbung ins Museum

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Lexikon | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Roy Lichtenstein: "Knock Knock“, 1961

Es gibt zahlreiche Anekdoten, wie der Popkünstler Roy Lichtenstein noch als abstrakter Maler auf die zündende Idee der Verwendung von Comics kam. Die "Roy Lichtenstein. Black & White 1961-1968“ betitelte Schau von Papierarbeiten führt zu einer wenig bekannten Werkgruppe, an der der Künstler noch ganz am Anfang seiner Beschäftigung mit Gebrauchsgrafik und Comics arbeitete. Lichtenstein orientierte sich an den schwarzen Umrandungen und den Punkterastern, wie er sie etwa in Werbeillustrationen sah. Für die Übersetzung dieser kommerziellen Darstellungsweisen in die Kunst experimentierte er mit Schablonen und der Frottagetechnik. Faszinierend, wie Klischee und Anonymität an die Stelle des Strebens nach einer Handschrift treten. NS

Albertina, bis 15.5.


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