Ohren auf  

Oh, Sing on, My Fair Lass from the Island!

Sammelkritik

Lexikon | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

You can judge an album by its cover! Die supersaubere Buntstift-Ästhetik korrespondiert tadellos mit dem Retrofräuleinlook, den die aus Irland stammende Hannah Peel für ihr Debütalbum "Broken Wave“ (Static Caravan) gewählt hat. Ein Mädchenalbum also, dessen Mischung aus glasklarem (gerne zum Elfenchor erweiterten) Gesang, abwechslungsreichen Arrangements und euphorisierendes Momentum auch Buben betören wird. Um als europäische Joanna Newsom gelten zu dürfen, ist Peel nicht exaltiert und kühn genug, aber immer, wenn dieser aparte Folk-Pop Gefahr läuft, zu Suzanne-Vega-mäßig zu werden, wird das durch psychedelischen Schlagzeugeinsatz oder futuristische Sounds verhindert.

You can judge a singer by her hairstyle! Die als Rumer auftretende Sarah Joyce trägt Sixties-Frisur, und entsprechend klingt "Seasons of My Soul“ (Atlantic) auch. Kein Wunder, dass Burt Bacharach die aus Pakistan stammende Engländerin nach Kalifornien einfliegen ließ. Zwar sind die walzerseligen, bittersüßen

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