Wer hat Lust auf Barramundi und Kahala?

Meere: Zwei Bücher erzählen von der Plünderung der Meere und den Fahrten von Tieren über das Meer

KARIN CHLADEK | 09.03.2011

Nach Jahrzehnten des gedankenund bedenkenlosen Konsums liegt es im Trend, sich über die Herkunft des Essens in einer industrialisierten Welt Gedanken zu machen. Dokumentarfilme wie Erwin Wagenhofers "We Feed the World" (2005), Bücher wie Jonathan Safran Foers "Tiere essen" (2010) oder Karen Duves "Anständig essen" (2011) oder ganze Kulturfestivals wie das im Rahmen der Berlinale seit fünf Jahren programmierte "Kulinarische Kino" wecken Interesse. Das Private ist plötzlich wieder einmal politisch.

Immer mehr Fisch auf dem Tisch

Nicht nur Fleisch, auch Fisch bleibt inzwischen vielen im Hals stecken: Allseits bekannt sind die rücksichtslose Plünderung der Weltmeere, die drohende Ausrottung zahlreicher Fischarten und die bedenklichen Begleitumstände der Fischzucht. Anders als die meisten der durchaus lesenswerten Bücher, die in den letzten Jahren über diese Thematik erschienen sind, setzt "Vier Fische" von Paul Greenberg nicht bei den Problemen - und damit dem erhobenen Zeigefinger

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