Moral oder Ethik? Abschied von Gut und Böse

Moral V: Peter Kampits rollt in einem Parforceritt die Definitionen von Gut und Böse seit der Genesis auf

KIRSTIN BREITENFELLNER | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Zahlreiche Versuche, das Böse zu bestimmen und seine Herkunft zu erklären, durchziehen die Menschheitsgeschichte: von Religion und Theologie über die Philosophie und Ethik bis zur Wissenschaft, von der Genetik und Neurobiologie, von der Verhaltensforschung bis zur Psychoanalyse." In "Wer sagt, was gut und böse ist" rollt der Wiener Philosoph Peter Kampits diese Definitionsversuche in 44 lesbaren Kapiteln auf nur 200 Seiten auf - so komprimiert wurde wohl kaum je eine Zusammenschau des menschlichen Ringens um die Definition von Gut und Böse und damit um die Moral und die mit diesem Begriff eng verbundenen Begriffe Freiheit, Gerechtigkeit und Verantwortung vorgelegt.

Ist das Böse überhaupt eine Realität für sich? Gibt es das Böse ohne das Gute? Kampits hat eher die enge Verflechtung von Gut und Böse im Visier als ihre oft beschworene Gegensätzlichkeit. Deswegen beginnt er seine philosophische Reise mit dem grausamen Märchen von Hänsel und Gretel, aus dem er am Schluss des Buches,


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