Pflanzenlust oder Kochen für die Moral

Kochen: Das Frühjahrsangebot an Kochbüchern zeigt nur einen Haupttrend: lustvoll vegetarisch

ARMIN THURNHER | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Der Trend ist sonnenklar, selten war er so klar wie dieses Jahr: vegetarisch, gesund, vernünftig. Es mischen sich die Motive. Moralische plädieren gegen Tierquälerei und Raubbau an der Natur, aber auch die Sorge um sich selbst lässt viele zu gesunder Nahrung greifen. All das ließ sich an den jüngsten Erfolgsbüchern von Jonathan Safran Foer "Tiere essen" (2010) und Karen Duve "Anständig essen" (2011) ablesen - und ebenso am aktuellen Kochbuchangebot.

Nicht erst seit heuer bemüht sich im niederösterreichischen Schiltern die (Schau-)Gärtnerei Arche Noah um die Erhaltung seltener Gartenpflanzen; die jährlichen Pflanzentauschbörsen sind zum Volksfest und zum Treffpunkt von Zehntausenden geworden. Wer wissen will, was er mit, sagen wir, der Roten Melde, dem Eiskraut oder dem Knollenziest anfangen soll, dem kommt "Das Arche-Noah-Kochbuch" mit unprätentiösen Rezepten von Johann Reisinger und schönen Fotos von Stefan Liewehr gerade recht: Es enthält nicht nur Rezepte, sondern auch


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