Männerfreundschaft in Manhattan

In "Chronic City" von Jonathan Lethem spielt zwischen Hudson und East River nicht nur das Wetter verrückt

SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Sie sind selten, aber es gibt sie: Romane, bei denen schnell klar ist, dass zwischen diesen Buchdeckeln nichts schiefgehen kann. Auf der ersten Seite von "Chronic City" wird ein Autorenfilmer namens Von Tropen Zollner erwähnt. Der ist zwar frei erfunden, aber leicht auf Michael Zöllner vom Tropen Verlag zurückzuführen - eine Geste des Autors gegenüber jenem Verleger und Übersetzer, der ihn im deutschsprachigen Raum bekanntgemacht hat. Jetzt wissen wir, dass Lethem, der derzeit als Nachfolger von David Foster Wallace am Pomona College Literatur unterrichtet, ein netter Kerl ist.

Dass er schreiben kann, hat Lethem schon mit Büchern wie der Detektivgeschichte "Motherless Brooklyn" oder dem Bildungsroman "Die Festung der Einsamkeit" unter Beweis gestellt. Beide spielten in Brooklyn. In "Chronic City" zieht es ihn erstmals nach Manhattan: Die Lower East Side dient als Schauplatz und wacht zugleich über die Geschicke der Figuren .

"In Manhattan zu leben", heißt es an einer Stelle, "bedeutet,


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