Rocco und die beiden Brüder oder Dealer machen auch nur ihre Arbeit

Mit "Clockers" hat Richard Price das Gangster-Genre revolutioniert und TV-Serien wie "The Wire" antizipiert

KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Wer Literatur wirklich loben will, greift gern zu Vergleichen mit jüngeren Medien, "Das literarische Road-Movie" wird immer noch gerne genommen. In jüngster Zeit hat der Verweis auf Serien für TV-Connaisseure dem Film allerdings ein bisschen den Rang abgelaufen. "Dank 'Mad Men' aktueller denn je" bewirbt etwa der DuMont Verlag seine Neuübersetzung von John Cheevers "Bullet Park" (siehe Seite 10). Und auch S. Fischer preist Richard Price' Roman "Clockers" als "Blaupause der Kulturserie 'The Wire' an.

Nur weil sie der PR dient, muss eine Behauptung aber noch nicht falsch sein: Das Räuber-und-Gendarm- respektive Dealerund-Cop-Spiel ist Handlungsmotor sowohl des Romans als auch der Fernsehserie (an der Richard Price darüber hinaus auch als Drehbuchautor mitwirkte). Und der Spitzenwitz mit der Baseballkappe kommt sowohl in "Clockers" als auch in "The Wire" vor: Wo man denn die Mützen bekomme, bei denen der Schirm nicht vorne, sondern seitlich überm Ohr angebracht sei, fragt Rocco einen


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