Gefährtenehe, Amour fou oder serielle Monogamie?

Kulturgeschichte: Hannelore Schlaffer versucht sich an einer Geschichte und Theorie der intellektuellen Ehe

NICOLE STREITLER Hannelore Schlaffer: Die intellektuelle Ehe. Der Plan vom Leben als Paar. Hanser, 224 S., € 19,50 | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Was ist die Ehe? Wie hat sie sich in den letzten 200 Jahren verändert, und was kann sie uns heute noch sein? Diesen Fragen geht die deutsche Literaturwissenschaftlerin Hannelore Schlaffer in ihrem Buch "Die intellektuelle Ehe. Der Plan vom Leben als Paar" nach. Als Ehefrau des deutschen Literaturwissenschaftlers Heinz Schlaffer kennt sie die Problematik der intellektuellen Ehe aus eigener Erfahrung.

Wobei der Begriff der intellektuellen Ehe nicht nur die Ehe zwischen Intellektuellen meint, sondern die heute verbreitetste Form der Lebensgemeinschaft, nämlich die, die auf einer geistigen und nicht so sehr auf einer körperlichen oder ökonomischen Übereinkunft der Partner beruht und in der die Kommunikation zwischen den Ehepartnern ein wesentliches Bindeglied darstellt.

Als Literaturwissenschaftlerin zieht Schlaffer ihre Erkenntnisse über weite Strecken aus literarischen Texten oder aus den Biografien einschlägiger Intellektueller. Breiten Raum nimmt dabei die Analyse der "Gefährtenehe"


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige