Wie man leben soll

Moral I + II: Moral macht glücklich: Weltverbesserungstipps und eine Geschichte moralischer Revolutionen

KIRSTIN BREITENFELLNER | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

In der Behauptung, die Welt sei zu komplex und unübersichtlich geworden, schwingt immer die Annahme mit, dass man selbst darin ohnmächtig und hilflos sei. So kann man sich fein heimlich aus der Verantwortung stehlen, die Welt zu verändern. Diese Einsicht nahm Ines Pohl zum Anlass, ein Buch zusammenzustellen, in dem es nicht um Revolutionsentwürfe, sondern um kleine Schritte geht, nicht um einen theoretischen Überbau, sondern um praktische Tipps und Anregungen, gleich vor Ort bei sich selbst oder durch Hilfe für andere damit zu beginnen, die Welt vielleicht nicht zu retten, aber zumindest zu verbessern.

Nach dem von ihr konstatierten Scheitern des ungezügelten Kapitalismus und des staatszentrierten Sozialismus, der großen Ideologien im 20. Jahrhunderts, verortet Pohl, seit 2009 Chefredakteurin der taz, in ihrem Vorwort zu "50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Gesellschaft zu verändern" die politische Alternative in einer gemeinwohlorientierten ökologischen Gesellschaft,


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