Kurze Geschichte und schnelles Vergessen

Ökologie: Joachim Radkau legt eine umfangreiche und spannende Geschichte der Umweltbewegung vor

KARIN CHLADEK | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Joachim Radkau hat ein neues Buch über sein Lebensthema veröffentlicht.

Der Bielefelder Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Technik- und Umweltgeschichte und großem Interesse an Philosophie wurde bekannt, als er im Jahr 2000 eine vielbeachtete globale Umweltgeschichte unter dem Titel "Natur und Macht" publizierte und diese 2002 noch erweiterte. In seinem neuen Werk "Ära der Ökologie" widmet sich Radkau der Geschichte der Umweltbewegung, die spätestens in den 70er-Jahren global an Schwung gewann.

Kein einfaches Unterfangen, denn wie allen klar sein dürfte, die sich auch nur ansatzweise mit der Thematik befasst haben, ist gerade die Umweltbewegung heterogen und von inneren Widersprüchen geprägt wie kaum eine andere politische Kraft. Das lässt sich schon innerhalb von Nationalstaaten und einzelnen Kulturräumen feststellen - und erst recht in globaler Hinsicht. Dazu kommt noch, wie Radkau mehrfach betont, eine eigenartige Geschichtsvergessenheit: "Die Geschichte der Öko-Ära


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