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Nie ganz fassbar: Peter Jakober im Porträt

Lexikon | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Für mich ist das Hinterfragen von Gleichzeitigkeit ein wesentlicher Parameter“, sagt der steirische Komponist Peter Jakober (geb. 1977) über seine Musik. "Ich glaube, dass eine exakte Gleichzeitigkeit nicht möglich ist, schon alleine durch die unterschiedlichen Einschwingvorgänge der Instrumente.“ So überlagert er in seinen Werken mehrere unabhängige Temposchichten, die im gleichzeitigen Erklingen facettenreiche Schattierungen und Brüche erzeugen. "Ich denke, dass genau die Uneindeutigkeit, dieses theoretisch nie genau Fassbare Musik so faszinierend und lebendig machen kann.“ - Für sein Komponistenporträt der Jeunesse hat Jakober sieben Stücke ausgewählt, für Solostimme und Elektronik, für Quartett und andere Kammermusikbesetzungen bis hin zu einem Orgelpfeifenorchester und der Uraufführung einer Auftragskomposition. Cf

Radiokulturhaus, Sa 20.00


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