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Lexikon | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Kurz besprochen: Am 17.März feiert der Staat Italien seinen 150. Geburtstag

Politthriller

Giancarlo de Cataldo: Schmutzige Hände. Deutsch von Karin Fleischanderl. Folio, 376 S., € 22,90

Im Mai 1993 explodiert in den Florentiner Uffizien ein Bombe. Menschen sterben, Kunstwerke werden zerstört. Giancarlo de Cataldo siedelt seinen Politthriller in jenen dunklen Zirkeln an, die hinter solchen Anschlägen stecken. Gegen Bürger und Kultur gerichtet, können sie nur ein Ziel haben: das Vertrauen der Menschen in den Staat zu erschüttern.

Die Figuren sind in dem Ambiente zu Hause, das vom Ende des Kalten Krieges erschüttert wird. Es sind Mitglieder rechtsradikaler Logen und der sizilianischen Mafia, die die italienische Nachkriegspolitik mitbestimmten. Cataldo beschreibt, wie die antikommunistische Front bröckelt, wie schöne Frauen ihre bösen Freunde verraten, wie Freunde die Seiten wechseln, wobei ungewiss bleibt, wer die neue Machtelite sein wird. Den Stoff fand er in den Protokollen


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