Kolumne  

Warum Japan die Atomlobby nicht in die Knie zwingen wird

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Eine große prächtige Residenz, zugleich Handels- und Hafenstadt, wird ungewarnt von dem furchtbarsten Unglück betroffen. Die Erde bebt und schwankt, das Meer braust auf, die Schiffe schlagen zusammen, die Häuser stürzen ein, Kirchen und Türme darüber her, der königliche Palast zum Teil wird vom Meere verschlungen, die geborstene Erde scheint Flammen zu speien: denn überall meldet sich Rauch und Brand in den Ruinen. Sechzigtausend Menschen, einen Augenblick zuvor noch ruhig und behaglich, gehen mit einander zugrunde, und der glücklichste darunter ist der zu nennen, dem keine Empfindung, keine Besinnung über das Unglück mehr gestattet ist.“

So erinnert sich Johann Wolfgang Goethe an die Katastrophe, die 1755 Lissabon zerstörte. Erdbeben, Feuersbrunst und Tsunami unterminierten damals den Glauben an einen gütigen Gott, beschleunigten die Aufklärung und bereiteten Revolutionen vor.

Nach dem Seebeben im Indischen Ozean 2004 und der Zerstörung Haitis vor einem Jahr ist das japanische

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