Die leise Weltbehörde beim lauten Gänsehäufel

Politik | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Bei der UN-Atomenergiebehörde laufen die Drähte heiß. Porträt einer der wichtigsten Organisationen der Welt

Bericht: Ulrich Ladurner

In Wien ist jeder weltberühmt. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass es in Wien tatsächlich eine Institution gibt, die weltberühmt ist: die IAEA, die internationale Atomenergiebehörde.

Sie residiert in der UNO-City, an der Donau mit freiem Blick auf die Stadt und die im Sommer in der Donau Badenden. Hier kann es passieren, dass ein Beamter, während er auf die nackten Wiener blickt, das Telefon abnimmt und mitgeteilt bekommt, dass die Iraner nun den letzten Teil ihrer Atombombe gebaut haben. Und hier laufen jetzt die Drähte heiß, ist doch in Japan der größte anzunehmende Reaktorunfall eingetreten.

Leider schweigt die Behörde, nur ein paar Aussendungen auf ihrer Website sind zu lesen. Vermutlich wird sie überflutet von Schreckensnachrichten, vielleicht aber weiß sie auch gar nicht viel über die Ereignisse in Japans Atommeilern und müsste,


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