"Wir erleben ein übernatürliches Desaster“

Politik | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Der japanische Politologe Makoto Yoshida über die Katastrophe in seiner Heimat - und die Tragödie seiner Eltern

Gespräch:Florian Klenk

Makoto Yoshida, 41, ist Professor an der Women’s University in Fukuoka und ein genauer Beobachter der japanischen Gesellschaft. Er studierte mehrere Monate in Europa.

Falter: Herr Professor Yoshida, wie haben Sie von dieser Katastrophe erfahren?

Makoto Yoshida: Ich saß gerade an meinem Computer und checkte meine Mails, als es eine Eilt-Meldung über ein Erdbeben gab. Ich klickte die Meldung zunächst wieder weg.

Wieso das?

Yoshida: Erdbeben gehören zum Alltag meines Landes, dessen Bevölkerung gerne in heißen Quellen badet. Die Sanriku-Küste wurde ja schon oft von Erdbeben heimgesucht. Es gab schon vor 70 Jahren ein gigantisches Erdbeben, und es gibt heute noch Überlebende, die uns immer wieder von der Katastrophe berichtet. Für mich war es daher sicher, dass die Leute in der Region genau wissen, wie sie sich bei Erdbeben verhalten. Sie haben Erfahrung

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