Wir sagen ja nicht: Haut die Reichen!“

Politik | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

ÖGB-Präsident Erich Foglar über Gerechtigkeit, Klassenkampf und offene Grenzen

Interview: Julia Ortner

Halb neun in der Früh, ein kleines Segafredo-Café in Hütteldorf. Erich Foglar hat kein Problem mit frühen Interviewterminen, zeitiges Aufstehen gehört zum Gewerkschafteralltag. Der ÖGB-Chef verschreibt sich auch nach der Budgetdebatte weiterhin einem Thema: Verteilungsgerechtigkeit. Jetzt hat der ÖGB gemeinsam mit der Arbeiterkammer und europäischen Gewerkschaften einen Teilerfolg erzielt. 500.000 Europäer unterzeichneten die Petition für die Einführung einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer. Vergangene Woche stimmte das EU-Parlament dann mehrheitlich für die Steuer.

Falter: Herr Präsident, Sie sind ein Vorkämpfer für eine europaweite Finanztransaktionssteuer. Wollen Sie den neuen Klassenkampf gegen die Reichen?

Erich Foglar: Ich will keinen Klassenkampf. Die Finanztransaktionssteuer ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wir möchten durch diese Steuer all jene am Schuldenabbau


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