Bücher zur Finanzkrise: Blicke in den Abgrund

Politik | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Zwei Bücher zeigen die Gier und den Wahnsinn, mit denen das Finanzmarktsystem agierte. Die Frage bleibt: Was hat sich geändert?

Rezension: Richard Wimmer

Es scheint paradox: Mit zunehmender Distanz steigt die Präzision in der Beobachtung. Jedenfalls trifft dies auf zuletzt dem Publikum präsentierte Analysen der Finanzkrise zu. Da wäre der Dokumentarfilm "Inside Job“, der in diesem Jahr zu Recht einen Oscar gewann. Schonungslos wird darin das korrupte Geflecht aus Finanzjongleuren, Banken, Ratingagenturen, Politik und Wissenschaft offengelegt. Ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen, werden konkrete Entscheidungsträger auf ihre Verantwortung an der Misere festgenagelt, bis der Interviewpartner oder der Zuseher sprachlos ist.

Ähnlich schonungslos wie in "Inside Job“ versucht der amerikanische Wirtschaftsjournalist Michael Lewis in "The Big Short“ die Gier und den Wahnsinn im Herzen der Finanzwirtschaft aufzudecken. Dabei erzählt er, wie Investmentbanken an den Hochöfen der


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