"Ich möchte etwas machen, was so schön ist wie ein Ton von Miles Davis!“

Feuilleton | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Österreichs Avantgardefilm-Star Peter Tscherkassky spricht über sein jüngstes Werk, "Coming Attractions“, den Tod des analogen Films, die Unerträglichkeit des Galerien-publikums und den Niedergang des Pornofilms

Interview: Klaus Nüchter, Michael Omasta

In seinem Metier ist Peter Tscherkassky einer der meistdekorierten Künstler nicht nur des Landes, und obgleich er als Experimental- oder Avantgardefilmer apostrophiert wird, ist er doch ein erstaunlich konventioneller Handwerker. Seine Arbeitsgeräte sind belichtete und unbelichtete Filmstreifen, Schere, Taschenlampe, Klebeband, Heftumschläge, Plastiksackerln, Tapezierernägel et cetera. Sein Arbeitsplatz ist die Dunkelkammer, in der in wochen- und monatelanger Arbeit ein paar Minuten Film hergestellt werden.

Mit 25 Minuten erreicht Tscherkasskys jüngster Film, "Coming Attractions“, (2010), der nun nach der Viennale erstmals ins Kino kommt und auch im Rahmen einer umfassenden Werkschau bei der Diagonale zu sehen ist, eine nachgerade

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