Und hatten die Pest an Bord

Feuilleton | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Auf ihrem zweiten Album irrlichtern Bilderbuch zwischen Reflexion und Rausch

Porträt: Sebastian Fasthuber

Die klingen schon gut ausgebacken. Bilderbuchs zweites Album "Die Pest im Piemont“ umgibt die Aura des Konzeptalbums. Es existiert in einer kleinen Kunstwelt für sich und überzeugt durch Texte zwischen Parole und Poesie, wie sie manchen Diskursrockern in langen Karrieren nicht vergönnt sind. Sogar Selbstironie gehört bereits zum System: "Und ich seh vor lauter Rucola den Salat nicht mehr!“, entsetzt sich Maurice Ernst in "Ein schreckliches Omen“.

Sitzt man Bilderbuch dann gegenüber und schaut ihnen in die Gesichter, denkt man: "The kids are alright.“ Die sind jung, sehr jung - eigentlich fast schon wieder die nächste Generation nach Bands wie Ja, Panik. 22 ist Maurice Ernst, Michael Krammer gar erst 20 - und zwar exakt "seit zwei Tagen“. "Mah, peinlich“, windet sich Ernst. "Ich hab deinen Geburtstag total vergessen. Das Interview fängt ja gut an.“

Bilderbuch sind die

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