"Größer als wir sind nur unsere Lieder, und darum spielen wir sie wieder und wieder und wieder“

Feuilleton | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Musikkritik: Gerhard Stöger

Fred Schreiber ist ein Popsänger mit einer bekannten Stimme. Er ist allerdings nicht für seinen Gesang, sondern für seine markanten Moderationen in Funk und Fernsehen bekannt. Schreiber arbeitete lange für FM4 und führte durch die "Sendung ohne Namen“, die er wie das ebenso erfolgreiche "Willkommen Österreich“ auch mitentwickelt hat. Mit dem gefälligen Deutschpop seiner Band Die Falschen Freunde war dem in Wien beheimateten Deutschen dagegen kein nennenswerter Erfolg beschieden; Mitte der Nullerjahre hat die Truppe den Dienst quittiert.

Jetzt singt Schreiber wieder, sein erstes Soloalbum trägt den unbescheidenen Titel "Das große Komplott“. Und siehe da: Während seine Band stets in der Mittelmäßigkeit steckenblieb, ist Schreiber im Alleingang ein kurzweiliges Stück Popmusik geglückt, versehen mit so simplen wie ansprechenden Texten, in denen Nachdenklichkeit nie zur Kopflastigkeit verkommt, Schmäh nie in Blödelei ausartet und Charme nicht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige