"Der Schweinkram ist mir peinlich“

Feuilleton | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Doris Knecht über ihr Romandebüt "Gruber geht“ - und ihre Zukunft im Seniorenheim

Fragen: Sebastian Fasthuber

Jetzt ist auch Falter-Kolumnistin Doris Knecht unter die Romanautorinnen gegangen. Bei Rowohlt Berlin ist soeben ihr Debüt "Gruber geht“ über einen ziemlichen Arschlochmann erschienen. Das wirft ein paar Fragen auf.

Falter: Alle schreiben Romane. Was hat Sie geritten?

Doris Knecht: Lange Zeit gar nichts, ich hatte keinerlei Ambition. Dann der Wunsch, es nach Jahren des Eingekasteltseins in Kolumnen einmal so richtig maßlos fließen lassen zu dürfen.

Der Roman als Ausgleich zum harten Kolumnistinnen-Alltag?

Knecht: Einmal ohne die Schere im Kopf zu schreiben, die alles schon beim Formulieren auf Kolumnenkürze zusammenschnippelt, war lässig. Aber es ist schon Mehrarbeit.

Die erste Idee?

Knecht: Die Hauptperson am Ende sterben zu lassen. Davon ist nur der Titel übriggeblieben.

Wie viel Zeit lag zwischen der ersten Idee und dem ersten Nervenzusammenbruch?

Knecht: Die Idee ist gut

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