Nur für einen Wimpernschlag

Feuilleton | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Die Galerie Faber zeigt Arbeiten des 98-jährigen Fotografen Wolf Suschitzky

Momentaufnahme: Michael Omasta

Sie ziert das Cover einer Lyrik-CD, eines Penguin-Book und einer Fotozeitschrift, die Wolf Suschitzky vor einigen Jahren ein ganzes Heft widmete: eine junge Frau, von der wenig mehr als die Beine, sommerlich leichtes Schuhwerk und der wehende Rock zu erhaschen sind, derweil sie im Regen über eine Pfütze hüpft.

"Eigentlich wollte ich die Reflexionen des Lichts im Wasser fotografieren“, sagt Wolf Suschitzky über die 1937 entstandene Aufnahme, die heute zu seinen meistgefragten Fotografien zählt. "In dem Moment ist mir das Mädchen ins Bild gesprungen. Ich hab den Knopf zur rechten Zeit gedrückt. Es war reines Glück.“

Oft, wenn Fotografen von Glück sprechen, vom entscheidenden Moment, beschleicht einen das Gefühl, als handelte es sich bloß um eine Attitüde. Nicht so bei Suschitzky, der die Bescheidenheit in Person ist. "Ich hab nichts arrangiert, hab nie etwas gestellt“,


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