Das Knie hört besser als die Wade

Feuilleton | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Kunst und Wissenschaft, Klang und Raum: Der Tonkünstler Bernhard Leitner zeigt seine erste Galerieausstellung seit über 30 Jahren

Porträt: Nicole Scheyerer

Spitze Töne kamen Mitte Februar auf der Madrider Kunstmesse Arco vom Stand der Galerie Georg Kargl. Sympathisch deplatziert schwebte dort ein Regenschirm über den Köpfen der Besucher, wie aus einem Gemälde von Magritte oder vom tschechischen Kinderserienhelden Pan Tau entlehnt. Wer unter den Parapluie trat, hörte aus eingebauten Lautsprechern perkussive Töne, die die Kuppel viel größer erscheinen ließen. In Madrid wirkte Bernhard Leitners Klangskulptur als Publikumsmagnet; nun widmet die Galerie dem 1938 geborenen Künstler eine Einzelschau, Leitners erster Vorstoß auf den Kunstmarkt seit über drei Jahrzehnten.

Bereits in der Gruppenausstellung "Feedbackstage“ bei Kargl 2009, die sich dem Crossover von bildender Kunst und Musik widmete, machten Fotografien auf die Anfänge des Tonkünstlers neugierig. Auf den damals gezeigten


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