Aus der Gasse in die weite Welt

Feuilleton | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Warum ein Mitarbeiter des Jüdischen Museums seine Kritiker als Nazis beschimpfte

Erregungsanalyse: Matthias Dusini

Ein Mann sieht rot. Seit Wochen wird auf der Chefin des Museumsmitarbeiters Peter Menasse herumgehackt. Mutwillig habe die Direktorin Danielle Spera jene Glaswände zerstört, auf denen in Hologrammen die Geschichte des Wiener Judentums nacherzählt wurde. Menasse, der im Jüdischen Museum Wien als Prokurist für die Finanzen zuständig ist, kocht. Keiner erkundige sich nach der technischen Ursache für die Entscheidung, die Hologramme nicht in das Depot zu stellen, sondern zu zerbrechen. Grrrr!!!

Die Direktoren von jüdischen Museen in aller Welt zeigen sich in einem offenen Brief besorgt über die Zerstörung der Hologramme. Scherben an einem Ort jüdischer Erinnerung: Lässt das nicht an "Reichskristallnacht“ und Bücherverbrennung denken?

Da platzt Peter Menasse der Kragen: "Und wenn einer Treue schreit, versammeln sich alle ungeprüft hinter ihm … Denn unter Direktoren


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