Wien, wo es isst  

Siebenbrunnen: willkommen im Schnitzelpizzadönerland

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Zahlreiche sehr nette Menschen wohnen da zwischen Reinprechtsdorfer Straße, Arbeitergasse und Margaretengürtel. Und die mögen das bitte nicht persönlich nehmen, aber: Dieses Grätzel ist die volle Härte. Streckenweise erscheint das Viertel aufgegeben, Straßen grau, Geschäfte zu, Menschen primär misstrauisch. Die Dichte an Sportwettencafés ist im Land wohl nirgendwo höher, rund um den Siebenbrunnenplatz riecht es nur nach Frittierfett.

Gemeindebau mit Hirn & Leber

Umso größer die Herausforderung, da doch noch Reste von kulinarischer Zivilisation zu finden. Etwa im Gasthaus Zum Müllner in der absolut eindrucksvollen Festungsanlage des Matteotti-Hofs (1926/27), der Krümmung des Gemeindebaus folgend, innen vielleicht ein wenig banal gestaltet, aber mit einer beachtlichen Großküche ausgestattet und vor allem mit einer Speisekarte, auf der von Beuschl mit Semmelknödel, von gerösteten Nierndln, von Leber gebacken und geröstet sowie von Hirn gebacken


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