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Ist der Kater aus dem Haus, isst der Mops den Heringsschmaus

Grundkurs Kochen (114)

Stadtleben | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Wer sich im Fasching orgiastischen Ausschweifungen hingegeben hat, der wird sich "ideologisch korrekt“ seit Aschermittwoch dem Heringsschmaus widmen. Die Inhaltsstoffe dieses Fisches, die die Vitamine A, D und B12 und auch Omega-3-Fettsäuren miteinschließen, sind für etwaige Ausleitungs- und Wiederherstellungsprozesse nicht ohne Bedeutung. Ein schöner Gedanke, dass man mit einem traditionellen "Fastengericht“ noch einmal der alten Zeit des Schlemmens frönt.

Ein Rezept strahlt besonders hell und hebt sich von den mit billiger Mayonnaise verunglimpften Variationen ab. Die benötigten Zutaten dazu wären: Matjesfilets (in Salzlake gegarter Hering), Kipfler-Erdäpfel, Salzgurken, eine weiße Zwiebel, ein süßlicher Apfel, Wacholder, Sauerrahm. Die Mengenangaben variieren je nach Vorlieben. Orientierungspunkt könnte ein Becher Sauerrahm sein, der alle Zutaten gleichmäßig zu bedecken vermag.

Zunächst drei, vier Erdäpfel garen, auskühlen lassen, schälen. Nun ungefähr 150 Gramm Matjesfilet in Streifen, eine kleine Zwiebel fein (evtl. kurz in Wasser legen, dann verliert sie ihre Schärfe), die Erdäpfel, die Salzgurke(n) und den eher süßlichen Apfel in dünne Scheiben schneiden. Das alles vermischt man gut mit Sauerrahm und schmeckt es mit ein paar zerquetschten und ein paar ganzen Wacholderbeeren ab. Einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen und rechtzeitig rausgeben, damit der geschwächte Gaumen nicht auch noch von der Kälte strapaziert wird. MS


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