Prost!  

Birkensaft hilft, sich von winterlichem Unrat zu befreien

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Birkensaft

Stadtleben | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Wer Andrei Tarkowskis Film "Iwans Kindheit“ kennt, wird, wenn es um Birken geht, mit seinen Gedanken immer wieder bei den erfolglosen Annäherungsversuchen von Cholin an Mascha sein. Die erhabenen Stämme der markanten Birkenwälder wirken wie ein Gefängnis von weißen Gitterstäben.

Doch neben der poetischen Gestalt kann die Birke auch mit anderen Qualitäten aufwarten. Da wäre der Birkensaft zu nennen. Dabei unterscheidet man zwei Arten: Birkensaft aus Blättern und jener, der aus dem Stamm gezapft wird. Der aus jungen Blättern produzierte Birkensaft der Naturkosmetik- und Arzneimittelfirma Weleda hat eine mittelbraune Farbe und schmeckt sehr bitter. Die für die Entschlackung gedachte Flüssigkeit verleiht Fruchtsäften und Mineralwasser jedoch eine wunderbar herbe Facette. Sehr empfehlenswert!

Finnland ist das Land der professionellen Birkensaftproduzenten, die den Stamm bearbeiten, wie die Firma Nordic Koivu aus Tohmajärvi ( www.birkensaft.net). So kann eine Birke bis zu zehn Liter Saft täglich abgeben, und das bis zu zwei Wochen lang. Diese Flüssigkeit ist dann reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, wirkt entzündungshemmend und hilft bei der Anregung des Stoffwechsels. Es gibt Studien, wonach sogar Birken allergien damit gelindert werden konnten. Birkensaft ist ein eher kostspieliges Getränk und schmeckt, sagen wir einmal, sehr linde, ganz leicht süßlich. Aber hier zählt ohnehin mehr die Wirkung als der Geschmack. m s


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