Brot ist meine Gabel

Stadtleben | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Wiens erstes äthiopisches Lokal bietet ungewöhnliche Küche und Esstechnik

Lokalkritik: Florian Holzer

Schon irgendwie eigenartig, das mit dem Mit-den-Fingern-Essen. Niemand würde eine Wurstsemmel mit Messer und Gabel essen, beim Burger ist das schon weit weniger eindeutig, Sushi wird bei uns fast immer mit Stäbchen gegessen, in Japan fast nie. Wann man darf, wann man soll und wann nicht - ein nicht ganz unwesentliches Kapitel unserer abendländischen Etikette.

Im Februar eröffnete in der Währinger Straße Wiens erstes äthiopisches Restaurant, und in Äthiopien isst man definitiv mit den Fingern. Mit den Fingern der rechten Hand, wohlgemerkt. Und auch wenn das jetzt blöd klingen mag, aber ein bisschen ein Kulturschock ist das dann schon, nicht zuletzt, weil es sich hier ja nicht um "trockenes“ Essen handelt, sondern um im Gegenteil ganz schön saftiges, gulaschartiges Essen.

Das auf weichen, schaumigen Brotlappen namens "Injera“ - Äthiopiens Nationalgericht und originalerweise


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