Das Kreuz mit der Familie

Steiermark | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Marie Kreutzer über ihr Spielfilmdebüt "Die Vaterlosen“, über Kommunenkinder und über Frauen im Film

Porträt: Maria Motter

Vor der Premiere auf der diesjährigen Berlinale wurde kaum etwas über "Die Vaterlosen“ bekannt. Eine Kommune würde eine zentrale Rolle spielen, mehr war über Marie Kreutzers Spielfilmdebüt nicht zu erfahren. Kommune ist ein Reizwort, als Österreicher denkt man unmittelbar an Otto Muehl. Und tatsächlich hat sich Kreutzer für ihre Recherchen auch mit einstigen Kindern der Muehl-Kommune getroffen. Doch "Die Vaterlosen“ handelt nicht vom Leben in der Kommune und nicht vom Friedrichshof. Vier junge Erwachsene kehren anlässlich des Todes der Vaterfigur Hans (gespielt von Johannes Krisch) auf das Land, ins Haus ihrer Kindheit zurück. Die Ereignisse von damals, die noch das gegenwärtige Leben und die Gefühlswelt der Protagonisten prägen, kommen wieder hoch.

Beeindruckendes Erzählkino bot schon Kreutzers erster Kurzfilm "Cappy Leit“, der 2001 auf der


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