Ich ich ich

Extra | Raffael Fritz | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Einmal innere Ruhe und geistiges Wachstum zum Mitnehmen, und Pommes dazu! Eine Anleitung, sich nicht verrückt machen zu lassen.

Eine junge schöne Frau sitzt im Schneidersitz an der Klippe, unten braust das Meer. Doch sie hat die Augen geschlossen und konzentriert sich ganz auf ihr Inneres. Ein Schmunzeln, gespeist von tiefer Erkenntnis, umspielt ihren Mund. Solche Fotos dürfen in keinem Wellness-Magazin fehlen. Wenn ich doch auch so entspannt und ausgeglichen wäre! Und da gibt es doch diesen Kurs...

Die Bedürfnisse, auf die solche Sujetfotos anspielen - neben Bildern von gestapelten Steinen im Wasser und Anzugträgern, die in Zen-Gärten rechen - sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wo sie ein Loch ausfüllen sollen, das ebendiese in uns hinterlässt. Und das sich offenbar nicht mit einem Pauschalurlaub in der Türkei stopfen lässt. Die Wege reichen von Hardcore-Esoterik bis zu halbtrockener Wissenschaft: Klangschalen, Schweigeseminare (siehe S. 41), Autogenes Training, Yoga


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