Klappe halten!

Extra | Mara Simperler | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

In Schweigeseminaren wird mehrere Tage lang nichts gemacht außer - geschwiegen. Dass das im Alltag nicht so einfach ist, hat DURST herausgefunden.

Ich sitze im Schneidersitz auf einem weißen Teppich. Mein Atem geht ruhig, die Augen sind geschlossen. Ich versuche meinen Kopf zu leeren und mich nur auf mein Inneres zu konzentrieren. Seit fünf Stunden habe ich kein Wort gesprochen und schön langsam glaube ich, dass ich das mit dem Schweigetag ganz gut hinbekommen werde. Dann dreht mein Mitbewohner im Wohnzimmer Acid Techno auf.

Einen Tag lang schweigen - das war der Plan. Mangels Zeit und Geld kann ich nicht an einem regulären Schweigeseminar teilnehmen, deshalb schweige ich im Selbstversuch. Um meinem wahren Ich näher zu kommen, oder es zumindest zu versuchen. Das heißt außer Klappe halten aber auch: kein Fernsehen, keine Musik, kein Computer, keine SMS, keine Kings of Leon, kein Facebook. Nur so kann ich abseits von Ablenkungen meine Konzentration auf mein Innerstes lenken und dort


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