In der Versenkung

Extra | Raffael Fritz | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Im Samadhitank lassen sich alle Sinneseindrücke abschalten. Klingt entspannend - ist es aber nicht immer, wie DURST bei einem ersten Samadhi-Erlebnis erfahren konnte.

Und greif dir nicht in die Augen, wenn du im Tank bist, das brennt!“, warnt mich Walter Urbanek, der Betreiber des Samadhitanks in der Wiener Sargfabrik. Dann lässt er mich alleine in dem überheizten Zimmer. Nur ein hölzerner Buddha im Eck leistet mir noch Gesellschaft. Unter seinen Blicken ziehe ich mich aus, steige in die Dusche und wasche mich gründlich. Dann öffne ich klitschnass wie ich bin den Deckel des Tanks und steige in die bittere Lake. Hinlegen, Deckel zu - und ich bin das Hirn im Glas.

"Samadhi“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie "innere Versenkung“ - in diesem Fall in einem von der Außenwelt abgeschotteten Salzwassertank. Auf diese Idee ist der kalifornische Psychologe und Delfinforscher (!) John C. Lily schon in den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gekommen. Ihn - und auch die


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