Lebenslanges Lernen - ernst gemacht

Extra | Ann-Kathrin Slupek | aus FALTER 11/11 vom 16.03.2011

Wer jenseits der 60 einsteigt, braucht keinen akademischen Grad mehr. Trotzdem schreiben Senioren-Studierende Seminararbeiten und belegen Prüfungen. Warum tun sie sich das an?

Iris sitzt in einer der hinteren Reihen des Audimax der Uni Wien. Am liebsten würde sie in der Menge junger Studenten ungesehen untertauchen. Sie schaut sich nach anderen Studierenden ihrer Alterklasse um. Ein paar entdeckt sie, ebenfalls versprengt im hinteren Drittel des Hörsaals. Jeder von ihnen tut ein bisschen so, als sei er gar nicht da. Das gegenseitige Ignorieren hat Methode, sagt Iris: "Wer um die 50 und älter ist, geht den anderen älteren Studenten aus dem Weg. Es ist, als sei man sich ein wenig peinlich. Es gibt zwar auch eine Kategorie Senioren, die selbstbewusst in der ersten Reihe sitzen, aber die lernt man nie kennen. Mit den jungen Kollegen ist es anders, da ergeben sich sogar Freundschaften.“

Studium im Dritten Anlauf

Sich von Mit-Studierenden nicht aus der Ruhe bringen lassen? So ganz gelingt


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