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Geht es uns gut? 20 Minuten für junge Autoren

Lexikon | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Das Literaturfestival Wortspiele wurde 2001 in München gegründet und findet dort seitdem alljährlich statt. Seit 2004 gibt es auch einen Wiener Ableger der Wortspiele, der jeweils zu Frühlingsbeginn zwei Abende mit Lesungen bereithält. Das Konzept ist bestechend einfach: Junge Autoren versprühen bei Kurzlesungen literarisches Flair und sparen sich dabei die Behäbigkeit, die Literaturveranstaltungen sonst bisweilen anhaftet. Fast alles, was sich im deutschsprachigen Raum an spannenden Erzählern unter 40 tummelt, war schon mit einer Lesung mit von der Partie. Als Austragungsort dient das Porgy & Bess, das von der Atmosphäre her stimmt und auch ein Publikum anlockt, das nicht auf die Idee käme, abends ein Literaturhaus aufzusuchen. Zum niederschwelligen Charakter der Wortspiele passt übrigens auch, dass die Besucher ausdrücklich dazu eingeladen sind, im Anschluss an die Lesungen mit den Autoren bei Livemusik in Kontakt zu treten.

Die Wortspiele 7 bringen, in Kooperation mit der Literaturzeitung Volltext, wieder eine schöne Auswahl junger Erzählerinnen und Erzähler aus dem deutschsprachigen Raum auf die Bühne. Am Donnerstag lesen Michael Stavaric, der seinen neuen Roman, "Brenntage“, im Gepäck hat, Xaver Bayer, Verfasser des Ein-Satz-Buches "Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen“, die wilde Michaela Falkner ("Du blutest, du blutest“), der ambitionierte Debütant Max Scharnigg ("Die Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe“), Barbara Aschenwald ("Leichten Herzens“) und Martin Mandler ("23 Tage“). Es moderiert Marianne Lang (FM4). Weiter geht es am kommenden Freitag (1. April) mit vier Damen und einem preisgekrönten Hahn im Korb: Julya Rabinowich, Marjana Gaponenko, Judith Taschler, Anna-Elisabeth Mayer und der Träger des Preises der Leipziger Buchmesse Clemens J. Setz. SF

Porgy & Bess, Do 20.30


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