Vernissage

Staatskunst und Underground à la viennoise

Lexikon | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Wer die Epoche in Wien erlebte, hat sie in der Regel als wenig spannend empfunden, aber rückblickend war es eine künstlerisch sehr produktive Phase: Die Ausstellung "Die 60er Jahre: Eine phantastische Moderne“ macht die Strömungen jener Zeit deutlich, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So wurde die Wiener Schule des Phantastischen Realismus nach kurzer Zeit offiziell gewürdigt, während die Wiener Aktionisten nach ihrem skandalösen Uni-Auftritt "Kunst und Revolution“ 1968 polizeilich gesucht wurden. Aber auch das Informel, die Wiener Gruppe oder "Wirklichkeiten“ sind in die Kunstsammlung der Stadt Wien vertreten. Die Kuratoren wollen mit ihrer Auswahl die Stärken wie die Schwächen der in diesem Zeitabschnitt erworbenen Kollektion verdeutlichen. NS

Musa, Mo 19.00; bis 15.10.


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