Vor 20 Jahren im Falter

Falter & Meinung, FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Wie wir wurden, was wir waren

Männermode

"Mich interessiert die Selbstvergessenheit. Wissen Sie, in der christlichen Tradition schaut das so aus, als sei Selbstvergessenheit ein Opfer. Ein selbstvergessener Mensch ist ein Mensch, der etwas, das wertvoll ist, vergisst, sich anderem hingibt und damit ein Opfer bringt - das ist ein Heiliger. Und diese Tradition verfälscht völlig, worum es geht. Ich glaube, Selbstvergessenheit ist, wenn ich ein spannendes Buch lese, wenn ich einen Krimi in der Television sehe. Selbstvergessenheit ist das Aufgeben der Ideologie, der Identität und das Eingehen in die Relation. Das ist eine Unio mystica, aber eine Unio mystica ohne den mystischen Unsinn, der mit ihr verknüpft wird. Wir leben doch eigentlich nur, wenn wir selbstvergessen sind, doch nicht, weil wir selbstbewusst sind … Ich gehöre zu jenen Leuten, die das Gefühl haben, dass sie Zeit verlieren, wenn sie sich über sich selber den Kopf zerbrechen. Ich halte das, was um mich herum passiert, für

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