Kolumne

Schutz für die Revolution: ein neuer Grund für Interventionen

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Sollte der Angriff auf Libyen gutgehen, so wie die französischen und amerikanischen Strategen sich das vorstellen, dann muss der Militärschlag innerhalb weniger Wochen erfolgreich sein. Droht doch jeder längere Konflikt, mit den unvermeidlichen zivilen Opfern durch die westlichen Luftangriffe, zu einem gefährlichen Backlash in der arabischen Welt zu führen. Ein interner Putsch gegen den selbstmörderischen Kurs des isolierten Revolutionsführers ist somit die große Hoffnung der Alliierten.

Ein breites politisches Spektrum, das vom Grünen Daniel Cohn-Bendit und dem linken Philosophen Bernard-Henri Lévy über Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und die britische Regierung bis zu den amerikanischen Neokonservativen reicht, hat diese Aktion herbeigesehnt. Angetrieben von dieser ungewöhnlichen Allianz gelang es Frankreich in einem beispiellosen diplomatischen Parforceritt, die zögernde Supermacht USA zu überzeugen und die Ablehnung durch Deutschland, Russland und China zur wohlwollenden

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