Mit dem Rad durch Fukushima

Politik | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Zu Besuch in meiner Heimatstadt, die plötzlich als die gefährlichste Region der Welt gilt

Tagebuch: Makoto Yoshida

16. März

Heute besteige ich im südjapanischen Fukuoka das Flugzeug Richtung Fukushima. Am Flughafen sehe ich Reporter, die Passagiere meines Fluges interviewen. Sie wollen wissen, wieso wir in eine Region fliegen, die als die gefährlichste der Welt gilt. Ich besuche meine Eltern, deren Haus beim Erdbeben beschädigt wurde. 32 von 166 Sitzen im Flieger sind besetzt. Die meisten Passagiere wirken ganz normal, nur eine Frau ist aufgekratzt, als ob sie nach Disneyland fliegen würde.

In nur zwei Stunden bin ich in Fukushima. Am Flughafen sehe ich viele Menschen, die aus der Evakuierungszone kommen und Richtung Tokio, Osaka oder Nagoya abreisen wollen. Ich hatte viel größere Menschenmassen erwartet. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Flughafen Fukushima heute eine so wichtige Rolle spielt. Er galt stets als Symbol für Steuerverschwendung, denn der Shinkansen nach Tokio

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