"Hi Ernst, do something!“

Politik | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Der EU-Abgeordnete Ernst Strasser bot Gesetze gegen Geld - und ließ sich dabei filmen. Über die Wandlung des "Anti-Haider“ zum Bananenrepublikaner

Bericht: Stefan Apfl, Florian Klenk

Das Bild, das von Ernst Strasser bleiben wird, ist die unscharfe Aufnahme einer Knopflochkamera. "My clients pay me for a year 100.000, yes. I now have five - hopefully from tomorrow, six clients where I make such an advisor. (...) You are not included. You are the seventh“, protzt der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament auf dem Video.

Seine Gesprächspartner gaben sich als Finanzlobbyisten aus. Tatsächlich arbeiteten sie für die britische Sunday Times. Gegen Geld, so geht aus dem Gespräch hervor, würde er, der Volksvertreter, für Gesetze im EU-Parlament intervenieren, und zwar "undercover“. Denn Lobbyisten, so warnt er vor solchen wie sich selbst, hätten einen "speziellen Geruch“.

Ein Duft, der nun durch die Reihen der ÖVP weht, so ätzend, dass Josef Pröll auf dem Krankenbett zum Hörer greift:


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