Nachgetragen

Politik | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Die Stadt und der Strich: zwischen Gesetz und Aufklärungsarbeit

Julia Ortner

Entscheidet sich die Stadt für oder gegen ein Verbot des Straßenstrichs? Mit dieser heiklen Kernfrage schlägt sich derzeit die zuständige SPÖ-Stadträtin Sandra Frauenberger herum. Bis zum Sommer dürfte das neue Prostitutionsgesetz fertig sein. Es soll die Interessen von Anrainern und Prostituierten berücksichtigen und Konflikte rund um den Straßenstrich, wie zum Beispiel im 15. Bezirk, entschärfen.

Die Politik arbeitet von oben an einer Lösung, NGOs wie Lefö von unten. Die Organisation, die sich für die Rechte von Prostituierten einsetzt, ist strikt gegen ein Verbot des Straßenstrichs. "Wir befürchten, dass die Prostitution auf diese Art nur verlagert würde - hin zu Arbeitsorten, wo es dunkel ist, wo die Frauen nicht sicher sind“, sagt Renate Blum von Lefö. Der Verein hofft jetzt, dass sein Pilotprojekt "Frauenhandel-Expertise für Sexarbeiterinnen“


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