Wo die Busenquasten wirbeln

Feuilleton | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Striptease als Subversion: Die boomende Kunstform Burlesque erobert jetzt auch Wien

Reportage: Nicole Scheyerer

Der Vorhang geht auf, und Göttin Justitia erscheint. Mit verbundenen Augen hält sie Waagschalen in ihren Händen und trägt eine Glitzerrobe mit den stars and stripes der US-Flagge. Während der Country-Song "Proud To Be an American“ läuft, gerät das sexy Gerechtigkeitssymbol außer Balance, denn die Münzen in der einen Schale wiegen mehr als das Papiergeld in der anderen.

"Lady Justice“ jubelt kurz über das herabrieselnde Kleingeld und legt sich zwei Dollarstücke auf die Augen. Dann wendet sie sich aber ab, strippt witzig aus ihrem Fahnenkleid und offenbart, dass aus ihrem BH und Höschen Geldscheine lugen. Diese Dollarnoten beginnt sich die Göttin überglücklich in den Mund zu stopfen. Aber nicht genug des Bizarren: Im Finale zieht sie eine lange Geldschlange aus ihrem Hintern und tanzt damit einen Reigen.

Die furiose Nummer "Patriot Act“ zählt seit 2004 zum Repertoire


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