Hier kann man nichts falsch machen

Feuilleton | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

In Michael Laubs "Burgporträts“ treten Theatermenschen auf, die sonst nicht im Rampenlicht stehen

Vorschau: Wolfgang Kralicek

Das Burgtheater ist kein ganz normales Theater. Es ist größer, älter und wichtiger als die meisten anderen Schauspielhäuser. Das merkt man, wenn man dort im Zuschauerraum sitzt. Noch viel intensiver aber spürt man das spezielle Flair des Burgtheaters, wenn man dort arbeitet.

Der belgische Regisseur und Choreograf Michael Laub begibt sich in seinem Projekt "Burgporträts“ auf die Suche nach dem Wesen des Burgtheaters. 20 Menschen, die hier beschäftigt sind, werden in kurzen Auftritten (eine bis zehn Minuten) über sich und ihre Beziehung zum Burgtheater sprechen. Die meisten von ihnen sind es nicht gewohnt, im Rampenlicht zu stehen; sie arbeiten in der Kantine oder als Billeteure, sie sind von der Feuerwehr oder führen japanische Touristen durch das Haus. Oder sie sind Kleindarsteller, die auf der Bühne normalerweise nicht den Mund aufmachen dürfen.

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