Ein Wiener zeigte der Welt, was ein Groove ist

Feuilleton | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Kurt Hauenstein ist überraschend gestorben. Mit seiner Band Supermax feierte der Wiener Bassist Welterfolge

Nachruf: Sebastian Fasthuber

Man musste als Journalist nicht lang mit Kurt Hauenstein reden, um festzustellen, dass man einem raren Original gegenübersaß. Hauenstein, den viele nur unter dem Namen seiner Band Supermax kannten, sah zeit seines Lebens wie ein herzhafter Prolet aus der Wiener Vorstadt aus und redete auch so, nur dass ihm Wien viel zu klein war. Eine spannende Mischung aus Weltgewandtheit und Bodenständigkeit zeichnete ihn aus.

Geboren wurde er 1949 als Sohn des Wienerlieddichters Hans Hauenstein. "Ich bin im zweiten Bezirk aufgewachsen“, erinnerte er sich bei unserem Gespräch anlässlich seines 60. Geburtstags. "Der Vater hat immer gesagt, geh ja net in den Prater, da san die ganzen Strizzis.“ In dem Moment verzog sich Hauensteins ernste Miene zu einem spitzbübischen Strizzi-Grinsen. Seine letzten Jahre verbrachte der Wiener Bua denn auch wieder in der Heimat,


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