"Über Nacht bin ich ergraut“

Feuilleton | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Der texanische Ausnahmemusiker Josh T. Pearson ist nach zehn Jahren wieder zum Leben erwacht

Porträt: Sebastian Fasthuber

Für Josh T. Pearson entpuppte sich der Lift to Experience als "Highway to Hell“. Als Sänger und Gitarrist jener psychedelischen Postrock-Band mit religiös angehauchtem Namen machte der Texaner um 2000 auf sich aufmerksam. Doch nach furiosen Auftritten und einem ausufernden Doppelalbum ("The Texas-Jerusalem Crossroads“) war von der Gruppe bald nichts mehr zu hören.

Das Leben war hart zu Pearson. "Wir hatten mit der Band ein bisschen Erfolg“, erzählt der erst kürzlich wieder aufgetauchte Ex-Frontman. "Es entstand der Druck, mit Musik Geld verdienen zu müssen. Deshalb bin ich aufs Land übersiedelt. Ich wollte eine Weile einfach nur nachdenken und allein sein. Ich schätze, ich war ein Denker. Tja, viel gebracht hat es mir nicht.“

Mit staubtrockenem Humor kaschiert er im Telefoninterview seine Jahre in der Wüste, von denen er einige als Hilfskraft in einem


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