Die Blümchen des Bösen im Seerosenteich

Feuilleton | aus FALTER 12/11 vom 23.03.2011

Mit dem Preis der Leipziger Buchmesse hat Clemens J. Setz seinen Ruf als Junggenie endgültig zementiert

Analyse: Klaus Nüchtern

Im Rennen um den am häufigsten gesetzten österreichischen Autor war Clemens J. Setz zuletzt ohne Konkurrenz: Mit seinem zweiten Roman, "Die Frequenzen“, schaffte er es 2009 auf die Liste der fünf Finalisten zum Deutschen Buchpreis und 2010 auf die Shortlist des neugegründeten, von den Casinos Austria gesponserten Nachwuchspreises Alpha. Im selben Jahr schließlich räumte er mit dem 700 Seiten starken Werk den traditionsreichen und mit 20.000 Euro dotierten Literaturpreis der Stadt Bremen ab.

Spätestens seit vergangene Woche der Preis der Leipziger Buchmesse (Dotierung: € 15.000,-) in der Kategorie Belletristik an Setz verliehen wurde, ist der 28-jährige Grazer quasi offiziell der Star der Post-Kehlmann/Glavinic-Generation. Die Überraschung des Autors über diesen großen Erfolg war gewiss authentisch und ohne alle Koketterie: "Die Liebe zur Zeit des


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